»Grüne Tore Öko-WM-Check im Leipziger Sportverein«

1. Juni 2006

temp_xxlSportvereine profitieren vom Umweltkonzept für die Fußball-WM 2006. Mit Unterstützung der Stadt Leipzig und des Freistaat Sachsen realisiert der Ökolöwe Umweltbund Leipzig e. V. ökologische Modernisierungsmaßnahmen an zehn Leipziger Sportstätten.

»Grüne Tore Öko-WM-Check im Leipziger Sportverein« heißt das Projekt des Ökolöwen, das im Juni 2004 anlief und jetzt im Rahmen der WM umgesetzt wird. Das Projekt ist gleichzeitig integraler Bestandteil des landesweiten Projektes »sonnenklar! – Klimaschutz im Sport«. Ausgangspunkt des Projektes war es, bestehende Initiativen im Sport- und Umweltbereich mit dem Green Goal-Gedanken zu verbinden und auf die Vereins- und Breitensportebene herunterzubrechen, sagt Ulf Sieberg, Ideengeber, Initiator und Projektleiter beim Ökolöwen. Nutznießer sind die Sportvereine, die so neben der regulären Bauförderung der Stadt von 255.000 Euro jährlich zusätzlich auf 63.500 Euro zurückgreifen konnten, die im Rahmen von Green Goal bei der WM bereitgestellt wurden.

Während das Leipziger Zentralstadion bei einem Öko-WM-Test des Magazins Neue Energien in Sachen Green Goal nur auf dem 12. und damit letzten Platz landete, sieht die Bilanz in den Vereinen durch das Projekt positiv aus. Durch die Mittel der Stadt Leipzig, den Eigenanteil der Vereine und Mittel aus der Bauförderung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus fließen insgesamt so rund 175.000 Euro in die ökologische Modernisierung, berichtet die Leiterin des Amts für Umweltschutz und der Arbeitsgruppe Green Goal der Stadt Leipzig, Angelika Freifrau von Fritsch. Doch bevor es soweit war, mussten die Vereinsgebäude zunächst auf ihre Energieeffizienz, Sanierungsmöglichkeiten und Sinnigkeit zur Modernisierung untersucht werden. Auf Grundlage einer Energieberatung, dem Öko-Check, berieten dann die Verantwortlichen von Stadt, Landes- und Stadtsportbund, Energieberater, Verein und Ökolöwe, welche Maßnahmen umgesetzt werden.

Während Motor Gohlis Nord so seine Duscharmaturen gegen Öko-Sensor-Duschen austauscht, der VfK Blau-Weiß Leipzig eine solarthermische Anlage zur Warmwasseraufbereitung erhält, freut sich Karsten Dornick, Präsident des SC DHfK Leipzig über den Einzug einer Zwischendecke zur Wärmedämmung. Insgesamt reduzieren die vierzehn kleineren und größeren Maßnahmen den Energiebedarf und den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid um zirka 92 Tonnen jährlich. Dies führt für die Vereine zu einer jährlichen Kostenentlastung von 15.000 Euro, über die sich in Zeiten knapper Kassen auch Dornick freut. Doch das Projekt endet keineswegs mit der WM. Gemeinsam mit weiteren Partnern weiten wir das Projekt auf ganz Sachsen aus, betont Stefan Bär, Stellv. Ausschussvorsitzender Umwelt/Sportstätten vom Landessportbund Sachsen die Weiterführung.

Gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, werden so weitere Sportstätten in ganz Sachsen auf ihre energetischen Einsparpotentiale hin untersucht. Und so freut sich Ulf Sieberg über den Erfolg seines Projektes, das aus einer Idee ein “grünes Tor” über die WM hinaus schießt. Ein Gewinn für das Klima und den Sport. So geht Green Goal an Leipzig doch nicht ganz vorbei.