Polizei veröffentlicht Dresdner Unfall-Statistik für 2009

26. April 2010

tourdenatur

Zuerst einmal eine erfreuliche Nachricht: Es gab im vergangenem Jahr in Dresden weniger Tote durch Verkehrsunfälle.
Fünf Menschen kamen ums Leben, allerdings stieg die Zahl der Unfälle und der Verletzten. 2009 wurden 15894 Unfälle von der Polizei registriert, dies sind insgesamt 611 mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der dabei Verletzten beträgt 2267, 104 Menschen mehr als 2008.
Als Hauptursache gibt die Polizei fehlende gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer an. Am häufigsten treten Unfälle wegen Missachtung der Vorfahrt auf, darunter seien besonders viele Radfahrer.
Da jeder dritte Verkehrsteilnehmer, der in einen Unfall verwickelt war, mit dem Rad unterwegs gewesen ist, will die Polizei jetzt verstärkt Kontrollen der Radfahrer durchführen. Die Fahrräder seien sehr oft in mangelhaftem Zustand und dessen Fahrer würden die Verkehrsregeln nicht ernst genug nehmen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat die Kritik mit der Begründung zurückgewiesen, dass abbiegende Autofahrer, die Radfahrern auf dem Radweg die Vorfahrt nehmen, die Hauptverursacher sind.
Immer wieder wird die Beleuchtung Kontrolliert, welche zwar wichtig ist, aber nur ein Fall war 2008 auf eine unzureichende Beleuchtung zurückzuführen. In Hinsicht auf die stetig wachsende Zahl von Radfahrern, sinkt statistisch gesehen das Unfallrisiko für Radfahrer in den letzten Jahren sogar.
Konrad Gähler vom ADFC meinte die Polizei solle doch endlich auch einmal das Fehlverhalten der Autofahrer kontrollieren, denn sehr oft wollen Autofahrer z.B. durch drängeln den Radfahrer erziehen oder beachten einfache Vorfahrtregeln nicht.
Viele Radfahrer fühlen sich zu unrecht verurteilt und die Polizei wird nur unzureichende Ergebnisse bekommen, solange sie die Fehler nur bei den Radlern sucht. Grundsätzlich sollte jeder gegenseitige Rücksichtnahme üben egal ob er zu Fuß, mit dem Rad, dem Motorrad oder dem Auto unterwegs ist. Denn letztendlich will jeder Gesund an seinem Ziel ankommen und auch Autofahrer werden manchmal zu Radfahrern oder Fußgängern.

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