ADFC Dresden zum Radfahren auf der Kesselsdorfer Straße

7. Februar 2012

Seit letztem Jahr verwandelt die Stadt ein Stück des Radwegs auf der Kesselsdorfer Straße nach dem anderen in Parkbuchten um. Einen Ersatz für Radfahrer gibt es indes nicht. Der ADFC Dresden fordert einen breiten Fahrradstreifen.

Im Juli 2011 hat das Verwaltungsgericht Dresden entschieden, dass die Radwege auf der Kesselsdorfer Straße zu unsicher sind und Radfahrer auf der Fahrbahn fahren sollen. Für eine Sanierung der Radwege oder für die Markierung von Radfahrstreifen will die Stadt kein Geld aufbringen. Stattdessen wird in den Bau von Parkbuchten investiert. Nachdem bereits letztes Jahr für über 30.000 Euro 25 Parkbuchten gebaut wurden, sollen nun weitere 17 folgen.

“Parkplätze scheinen der Verwaltung wichtiger zu sein als die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern.” sagt Konrad Krause, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC). “Die Kesselsdorfer Straße hat für den Radverkehr eine hohe Bedeutung. Deshalb fordert der ADFC hier breite Fahrradstreifen. Am Geld kann das ja eigentlich nicht scheitern. Schließlich ist für Autoparkplätze ganz plötzlich Geld übrig.”

Der ADFC tritt aber auch dafür ein, dass auch Fahrräder sicher geparkt werden können. Nach Untersuchungen der TU Dresden sorgen Radfahrer und Fußgänger für höhere Umsätze als Autofahrer. “Die Händler könnten sich doch zusammenschließen und bei der Stadt Druck machen für Fahrradparkplätze vor ihren Geschäften. Dann wäre die Kesselsdorfer Straße für den Einkauf mit dem Rad attraktiver. Stattdessen subventioniert die Stadt das Parken weiterer Autos im Straßenraum, obwohl das Parkhaus der Löbtau Passage kaum ausgelastet ist”.

Kontakt: Konrad Krause, Tel.: 0172-4957890

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Konrad Krause

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