Geschichte

Geschichte des Netzwerks GRÜNE LIGA e.V.

Die GRÜNE LIGA wurde im Februar 1990 als Netzwerk der in der Umweltarbeit engagierten Menschen und Gruppen in der DDR der Wendezeit gegründet. In ihr schlossen sich Menschen zusammen, die sich zumeist schon zu DDR-Zeiten in kirchlichen Umweltgruppen, Fachgruppen des Kulturbundes, in den Interessengemeinschaften Stadtökologie sowie örtlichen Natur- und Umweltschutzinitiativen engagiert hatten, alle mit dem Anspruch, auf vielfältige Art und Weise zur »Ökologisierung der Gesellschaft« beizutragen.

Zahlreiche regionale und überregionale Projekte und Aktionen wurden seither zur Umsetzung dieses Zieles in Angriff genommen. Die Themen sind vielfältig: Reinhaltung von Wasser, Boden und Luft, Verminderung des Verkehrs, umweltverträglicher Tourismus, Umwelterziehung und -beratung, Müllvermeidung, nachhaltiges Wirtschaften, Ökolandbau und gesunde Ernährung sowie Natur- und Artenschutz, immer jedoch unter Berücksichtigung der Besonderheiten und Chancen in den neuen Bundesländern.

Das Besondere an der GRÜNEN LIGA ist – auch heute noch – neben der ihr ganz eigenen Geschichte, die damit zusammenhängende Struktur des Netzwerkes, die man in den etablierten Natur- und Umweltschutzverbänden des Westens so nicht findet.

Die in der GRÜNEN LIGA zusammengeschlossenen Gruppen, Initiativen, Vereine und Einzelpersonen bewahren sich innerhalb des Netzwerkes ihre Eigenständigkeit und Identität. Es gibt demzufolge keine festgelegten Hierarchien. Überregionale Facharbeit ist in Arbeitskreisen vernetzt und wird durch Bundeskontaktstellen unterstützt und koordiniert.
Derartige Facharbeitskreise und Bundeskontaktstellen gibt es derzeit auf den Gebieten Umweltberatung, Wasser, Energie, Gesteinsabbau, Landwirtschaft, Siedlungsentwicklung, Tourismus, Umweltbibliotheken, Abfall, Verkehr, Pflanzenöl, Umweltrecht, Atom, Internationale Arbeit sowie Wirtschaft und Wertkritik. Regional haben die Mitglieder der GRÜNEN LIGA Landesverbände in allen fünf neuen Bundesländern und in Berlin gebildet. Die existierenden Landes- und Regionalgeschäftsstellen sowie die Bundesgeschäftsstelle verstehen sich als Kontakt- und Servicepunkte. Beschlüsse werden in den Gruppen erarbeitet und von vielen getragen. Diese Struktur ist darauf ausgerichtet, den einzelnen Akteuren in den Städten, Gemeinden und Regionen zu mehr Wirksamkeit zu verhelfen. Grundlage für alle, die der GRÜNEN LIGA angehören oder sich ihrem Netzwerk anschließen, sind die 1994 von der Bundesdelegiertenversammlung verabschiedeten, programmatischen Grundsätze und natürlich die Satzung.

Heute, nach sechsundzwanzig Jahren, ist die GRÜNE LIGA kein unbekannter Name mehr, vor allem natürlich dort nicht, wo ihr Hauptbetätigungsfeld liegt – in den neuen Bundesländern.

Der sächsische Vereinszweig

Mit der Bildung der neuen Bundesländer sind auf den Verband auch länderspezifische Aufgaben und Probleme zugekommen. Um diese zu bewältigen und um das Netz dichter zu knüpfen, haben sich 1991 die verschiedenen Landesverbände gegründet. In Sachsen schlossen sich 1992 Aktive aus den Regionen Dresden/Oberes Elbtal, der Industrieregion Leipzig, aus Chemnitz und dem Westerzgebirge, aus dem Osterzgebirge und aus der Oberlausitz zum sächsischen Landesverband zusammen. Die Landesgeschäftsstelle hat ihren Sitz in Dresden. Über die Landesgeschäftstelle hinaus gibt es weitere Büros, zum Beispiel in Zwickau, Bautzen, Bahra und Wurzen.

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