Petition gegen das Parken am Blasewitzer Elbufer

30. Juni 2010

Trotz Kritiken von Bürgern und Stadträten sollen auch künftig Pkws unterhalb des Schillergartens abgestellt werden dürfen.

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Der Blasewitzer CDU-Verband drängt darauf, dass bald eine endgültige Lösung fürs Parken am Elbufer festgeschrieben wird. Das macht der Vize-Chef der CDU-Stadtratsfraktion, Peter Krüger, deutlich. „Die Parkplätze werden dringend gebraucht. Deshalb muss die Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgegliedert werden“, sagt er. Und das, obwohl sich jetzt ein Bündnis gegen Parkplätze am Loschwitzer und Blasewitzer Ufer gegründet hat. Dazu gehören Umweltverbände sowie Stadtratsfraktion von Grünen, SPD und Linken.

„Wir lehnen es grundsätzlich ab, solche Dinge gegeneinander auszuspielen“, so Krüger. „Loschwitz und Blasewitz sind nicht vergleichbar, sondern müssen einzeln betrachtet werden.“ Das hatte der Striesener Alexander Schwabe am vergangenen Wochenende getan. Allerdings vom Blasewitzer Elberadweg aus. Der 57-Jährige war entsetzt. „Es war ein Chaos ohne Gleichen. Bei der Parkplatzsuche wurde rigoros der Radweg befahren, Radfahrer gefährdet und angepöbelt“, berichtet er. Er fordert, dass wie auf der Loschwitzer Friedrich-Wieck-Straße Poller aufgestellt werden, um die Fahrzeugflut zu stoppen. Zumindest müsste wenigstens eine Regelung gefunden werden, damit Autos geordnet und vorsichtig den Radweg überqueren.

CDU-Stadtrat Krüger hält es auch für nötig, die Querung ordentlich zu markieren und mit Hinweisschildern für Rad- und Autofahrer auszuschildern. Dennoch seien auch künftig Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme von beiden Seiten gefragt.

Dies wird nötig sein. Denn der Entwurf des Parkkonzepts für den Schillerplatz und sein Umfeld sieht vor, dass dort weiter Autos abgestellt werden dürfen. Das hat das Rathaus bestätigt.

Peter Hilbert (Sächsische Zeitung, 30. Juni 2010)

Zum Elbhangfest letztes Wochenende startete die GRÜNE LIGA Sachsen e.V. gemeinsam mit anderen Initiativen eine Petition gegen die Parkplätze und die damit verbundene weitere Zerstörung der Elbwiesen. Es stellt sich immer mehr die Frage, wieviele Flächen die Stadt noch aus den Landschaftsschutzgebieten ausgliedern will. Systematisch werden nach und nach die schönsten Naturnahen Flächen für Asphalt und Beton geebnet. Helfen Sie mit, die Kulturlandschaft des Dresdner Elbtals zu erhalten!

Petition gegen Parkplätze am Elbufer