Aufruf zur Gründung eines Antiatom-Netzwerkes Sachsen

23. Mai 2011

Aufruf zur Gründung eines Antiatom-Netzwerkes Sachsen

Die Atomkatastrophe in Japan zeigt: Atomkraftwerke sind nicht beherrschbar und bedeuten eine ständige Gefahr für Mensch und Umwelt. Wir sind nicht bereit, ein Restrisiko zu tragen, dass uns jederzeit den Rest geben kann. Die Schlussfolgerung kann nur die schnelle Abschaltung aller Atomanlagen in Deutschland, Europa und weltweit sein. Auch wir in Sachsen sind durch Atomkraftwerke in anderen Bundesländern, der Tschechischen Republik und durch Baupläne in Polen gefährdet.

Wir fordern,

den sofortigen Atomausstieg in Deutschland,
den Verzicht der Staatsregierung und der Parteien in Sachsen von Plänen zum Wiedereinstieg in die Atomkraft,
den Verzicht auf die Ausfuhr sächsischen Atommülls nach Majak in Russland, in eine der verstrahltesten Regionen der Welt,
den Verzicht der Staatsregierung, der Kommunen und sächsischen Energieversorger auf Atomstrom,
ein Konzept zur sicheren Entsorgung des Atommülls, etwa der 9g Plutonium, in Dresden-Rossendorf,
den Verzicht auf den Abbau und die Ausfuhr sächsischen Urans,
die Umwidmung öffentlicher Gelder von der Atom- und Kohleforschung zu Erneuerbaren Energien,
eine schnelle Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien.

Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger auf, zu Anbietern Erneuerbaren Stroms zu wechseln, die die Erlöse aus dem Verkauf Erneuerbaren Stroms in den Ausbau der Erneuerbaren Energien stecken.

Das Anti-Atom-Netzwerk Sachsen versteht sich als Teil der bundesweiten Anti-Atom-Bewegung und koordiniert örtliche und landesweite Aktionen. Es ist ein überparteilicher und parteiunabhängiger Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern und Gruppen in Sachsen, die sich diesen Zielen verpflichtet fühlen.

Hier den Aufruf unterzeichnen …