ADFC: Luftreinhaltung durch mehr Radfahren

2. März 2012

In der Stadt Dresden wurden die Grenzwerte für Feinstaub im letzten Jahr an 46 Tagen überschritten. Nun drohen Zwangsmaßnahmen, denn auch in diesem Jahr gibt es bereits an 13 Tagen zu schlechte Luft.

Mit dem Luftreinhalteplan versucht die Verwaltung, dies zu verhindern und die Luftverhältnisse in Dresden zu verbessern. Dabei scheint eine der wirkungsvollsten Ansätze, die Förderung des Radverkehrs, nicht ernsthaft verfolgt zu werden. So gibt es für Radfahrer allenfalls punktuelle Verbesserungen. „In den Sonntagsreden der Politiker steht der Radverkehr immer an vorderster Stelle. Wenn man dann nach konkreten Maßnahmen fragt, herrscht dann meist Funkstille“ so Konrad Krause vom ADFC Dresden.

Dabei hat der Umstand, dass immer mehr Menschen das Rad nutzen, einen großen Anteil an der Verbesserung der Luft gehabt. „Wenn nur die Hälfte der ca. 500.000 km, die jeden Tag in Dresden mit dem Rad zurückgelegt werden, mit dem Auto gefahren würden, hätten wir deutlich mehr Stau, Lärm und Abgase in der Stadt“ so Krause. Und in Dresden ist weiteres Potential vorhanden. Viel mehr Menschen würden zumindest einen Teil ihrer Wege gern mit dem Fahrrad zurücklegen. Aber aufgrund der noch lang nicht optimalen Bedingungen und der schlechten Verkehrskultur in Dresden verzichten viele darauf.

Eine Angst kann Konrad Krause ihnen aber nehmen. „Der Gesundheitsvorteil durch das Radfahren überwiegt die Nachteile durch die schlechte Luft um ein Vielfaches. Der Radfahrer erhöht nach aktuellen Untersuchen seine Lebenserwartung um ca. 1 Jahr gegenüber dem neben ihn an der Ampel wartenden Autofahrer.“

Kontakt: Konrad Krause: 0172-495789

Kontakt

Konrad Krause

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