Parken am Schillergarten: unnötig und gefährlich

23. März 2013

adfc_neuDer Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden (ADFC) wendet sich gegen das Parken am Blasewitzer Elbufer. Autos, die unvermittelt und oft zu schnell den Elberadweg queren sind nicht nur ein Ärgernis für Radfahrer. Auch Spaziergänger fühlen sich bedrängt und Eltern haben Angst, ihre Kinder frei herumtollen zu lassen, meint Konrad Krause vom ADFC. „An jedem Sommerwochenende kann man dort die Konflikte beobachten, wenn Autofahrer mit ihren Fahrzeugen um kleine Kinder herumsteuern.“

Angesichts des Gedränges hält der ADFC ein Eingreifen der Stadt für dringend nötig. „Am einfachsten wäre es, zwischen dem illegalen Parkplatz und dem Schillerplatz eine Reihe Poller aufzustellen. Das wäre das Mindeste, was die Stadt zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern dort tun müsste“ findet Krause.

„Ohne Grund beharren die Autolobbyisten darauf, Autos unbedingt direkt an der Elbe abstellen zu können. In unmittelbarer Nähe gibt es eine Tiefgarage mit über 400 Stellplätzen. Sind hundert Meter Fußweg zu weit? Diejenigen, die mit der Straßenbahn oder dem Bus kommen, schaffen es doch auch. Und wer direkt vor Ort parken will, kommt einfach mit dem Rad.“

„Wer zum Biertrinken in die Kneipe fährt, muss dafür wirklich nicht das Auto nehmen. So kann man an lauen Sommerabenden sein Bier trinken und kommt ohne andere zu gefährden sicher wieder nach Hause.“ Der Parkplatz direkt neben dem Zapfhahn verleitet immer wieder dazu, auch mit einem Bier zuviel noch das Auto zu nehmen. Das kann nicht im Interesse der Politik sein.“

Hintergrund: Bislang gehört die Fläche unterhalb des Schillergartens dem Freistaat Sachsen, der das Falschparken und das unerlaubte Befahren des Elberadwegs die letzten Jahre nicht sanktioniert hat. Um das Parken dort zu legalisieren, will der Stadtrat die bisher illegal als Parkplatz genutzte Fläche an der Elbe vom Freistaat Sachsen kaufen, aus dem Naturschutzgebiet herauslösenund Stellflächen sowie Parkscheinautomaten anordnen. Für dieses Projekt ist zunächst die Aufstellung eines
Bebauungsplanes und die Ausarbeitung naturschutzrechtlicher Gutachten erforderlich. Dabei handelt es sich um ein sehraufwändiges Verfahren, an dessen Ende möglicherweise herauskommt, dass nicht nur aus Gründen des Naturschutzes, sondern wegen der Konflikte mit Fußgängern und Radfahrern auch aus Verkehrssicherheitsaspekten dort überhaupt kein offizieller Parkplatz eingerichtet werden kann. Auf dem Elberadweg fahren an dieser Stelle jedes Jahr über 350.000 Rad-Urlauber, Tendenz
steigend.

Kontakt: Konrad Krause, 0172-4957890

Konrad Krause

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Dresden e. V.
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